Der Weiße Rübenzystennematode (Heterodera schachtii) ist ein kleiner weißer Wurm, der etwa 1 mm lang ist und sich im Boden bewegen kann. Nematoden heften sich an die Wurzeln von Zuckerrübenpflanzen und ernähren sich vom Inhalt der Wurzelzellen. Dies kann manchmal zu einer Vermehrung der Wurzelhaare führen, die sich auf Kosten der Pfahlwurzel entwickelt.
Was sind die Symptome einer Nematodeninfektion?
Die Symptome eines Befalls mit dem Weißen Rübenzystennematoden zeigen sich in der Regel in Form von deutlichen Flecken auf dem Feld.
- Blattsymptome von Nematoden in Zuckerrüben:
Ab Juni können Welkeerscheinungen beobachtet werden. Dies kann zu einer Vergilbung und schließlich zu einer Nekrose der äußeren Blätter führen. - Wurzelsymptome von Nematoden in Zuckerrüben:
Die Pfahlwurzel bleibt unterentwickelt, und es kann zu einer übermäßigen Bildung von Wurzelhaaren kommen. An den Wurzelhaaren sind oft kleine weiße oder braune, zitronenförmige Zysten zu sehen.

Wie werden Nematoden verbreitet?
Die Fähigkeit der Nematoden, sich durch den Boden zu bewegen, ist relativ begrenzt. Die Zysten können jedoch verbreitet werden durch:
- Wasser: Niederschlag, Abfluss, Bewässerung usw.
- Bodentransport: Erosion, Erdarbeiten, Entwurzelung
Günstige Bedingungen für die Entwicklung von Nematoden sind unter anderem:
- Feuchte Quellen, welche die Vermehrung fördern
- Trockene Sommer, die sichtbare Schäden verstärken
- Hohe Bodentemperaturen
Gegenwärtig ist dieser Parasit einer der wichtigsten Zuckerrübenschädlinge, der durch die Verringerung des Wurzelertrags und die Erhöhung der Bodentarage erhebliche Ertragseinbußen verursachen kann. Er kommt weltweit und in Europa vor, insbesondere in Zuckerrübenanbaugebieten mit kurzer Fruchtfolge und anderen Wirtspflanzen.
Wie bekämpft man Rübenzystennematoden?
Der Schutz der Zuckerrüben gegen den Rübenzystennematoden muss vor allem agronomische Maßnahmen umfassen:
- Verlängerung der Rübenfruchtfolge (von 3 auf 5 Jahre)
- Frühe Aussaat
- Vermeidung von Wirtspflanzen in der Fruchtfolge
- Wirtspflanzen: Zuckerrüben, Spinat, Kohl und Raps, ...
- Zwischenfrüchte: weißer Senf, Futterrettich und einige Hülsenfrüchte
- Zahlreiche Adventivpflanzen
- Aussaat einer nematiziden Kreuzblume als Zwischenfrucht, um die Nematodenpopulation zu unterdrücken
In einigen Fällen kann auch eine Sorte gesät werden, die sowohl gegen Rizomania als auch gegen Nematoden tolerant ist. In Frankreich empfiehlt das ITB die Aussaat einer doppelt rizomania- und nematodentoleranten Sorte für den Fall, dass:
- Nachweislich geringereer Ertrag als der ortsübliche Durchschnitt
- Anzeichen von Magnesiummangelam Blatt
- Nesterweises Verwelken zur heißesten Tageszeit
- Auftreten von Zysten, sofern möglich nachgewiesenermaßen infolge von Nematodenbefall
